Die Idee für dieses Plakat kam mir, weil so viele Menschen Angst haben. Die Zahl der Angststörungen hat stark zugenommen. Inflation, Klimawandel, Kriege und ständige Medienkonfrontation befeuern die Angst. „Zukunftsangst“ macht sich breit. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Angst, die Praxen der Therapeuten sind voll.
Auch ich mache mir Sorgen. Wie wird alles werden? In was für einer Welt werden meine Kinder und Enkel leben?
Doch regelrecht Angst habe ich nicht. Nicht, weil ich emotionslos bin und die Unsicherheiten nicht an mich heran lasse, auch nicht weil ich die Nachrichten ignoriere. – Im Gegenteil. Ich kenne Angst sehr gut. Viele Jahre habe ich mit Angst gelebt und unter dieser Angst gelitten. Sie hat mein Leben eingeschränkt, bis ich einen Bibelvers verstanden habe, den ich eigentlich längst kannte:
Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16.33)
Das heißt zu unserer Welt gehört Angst dazu. Es gibt Ausgeliefertsein und Unsicherheit, es gibt Bedrohung und Hilflosigkeit. Doch ich weiß, ich bin nicht allein. Da ist Jesus, mein Heiland. Er selbst hat Angst erlebt und durchlitten. Eine unmenschliche Angst, die Angst vor einem qualvollen Tod. Blut und Wasser hat er geschwitzt – und durchgehalten.
Dieser Jesus ist nicht irgendwer. Er ist der Sohn GOTTES, er ist GOTT selbst. Und er ist mein Bruder geworden, Mensch wie du und ich. Er hat auf dieser Welt gelebt, musste fliehen, hat die Angst seiner irdischen Eltern erlebt, ist der Angst von Menschen begegnet, auch der seiner Jünger. Er kennt Angst aus eigenem Erleben und von anderen. Er kann mit fühlen. Aber er konnte auch schlafen mitten im größten Sturm und er konnte Menschen ermutigen: „Fürchte dich nicht!“
Mitten in der Angst, mitten im Chaos der Natur, mitten hinein in die Angst um einen geliebten Menschen, in persönlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit, sagt Jesus: „Fürchte dich nicht! – Hab keine Angst!“ – und er setzt hinzu: „Glaube nur.“
„Fürchte dich nicht – glaube nur!“ – Wenn’s so einfach wäre …
Ja, eigentlich ist es so einfach. Aber nur dann, wenn ich weiß, wem ich glaube, wem ich vertrauen kann. – Die Psychologie hat beobachtet, dass Glaube gegen Angst hilft. Nur … wem kann ich denn glauben? Auf wen oder was soll ich mich verlassen? Auf mich, mein Können und meine Leistung? Auf Freunde oder Familie? Auf Verantwortungsträger? Auf meinen Besitz? … Wir wissen alle, dass diese Dinge, wenn’s hart auf hart kommt, nicht verlässlich sind.
JESUS sagt: „Fürchte dich nicht – glaube nur!“ Er ist der allmächtige GOTT, er ist mein Bruder und mein Heiland.
Er ist für mich – und für dich. Das hat er am Kreuz gezeigt, als er seine Angst überwunden hat und diesen qualvollen Tod gestorben ist. Für dich und für mich. Damit wir keine Angst mehr haben müssen – vor allem vor dem Tod und vor GOTTES Gericht.
Dieser Heiland sagt nach seiner Auferstehung mir – und dir – zu: „Mir ist gegeben ALLE Macht im Himmel und auf der Erde … ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt.“ (Matthäus 28,18.20)
Jesus hat alle Macht – auch die über die Natur(-Katastrophen) und über die Machthaber dieser Welt. NICHTS auf dieser Welt geschieht ohne sein Wissen. Weil ich ihn an meiner Seite weiß, brauche ich keine Angst zu haben, bzw. kann ich mich in der Angst geborgen wissen. Wenn du Jesus an deiner Seite weißt, brauchst auch du keine Angst zu haben.
Es ist so ähnlich wie bei einem Kind, das im Dunkeln Angst hat. Allein verkriecht es sich im Bett unter der Decke. An der Hand des Vaters geht es beruhigt durch die Nacht, an der Hand des Vaters kann es auch dem großen Hund begegnen. Es weiß: Mein Papa ist stark. Er passt auf mich auf. Genau dasselbe gilt für Jesus: Er ist stark, sogar allmächtig. An seiner Hand kann ich – und du auch – sicher gehen. Bis ans Ende der Welt, bis zu unserem letzten Tag und darüber hinaus.
„Fürchte dich nicht – glaube nur!“ – Und wie geht das ganz praktisch?
Schauen wir auf den Gleitschirmflieger. Er mag sich vor dem ersten Flug fürchten. Wird der Schirm aufgehen? Wird die Thermik ihn wirklich nach oben tragen und wird er wieder heil am richtigen Platz landen?
Diese Furcht ist konkret. Es haben Unfälle stattgefunden, Gleitschirmflieger haben schwere Verletzungen davongetragen, sind sogar gestorben. Doch dieser Furcht kann der Gleitschirmflieger begegnen: Er hat die Flugschule besucht, sich mit Aerodynamik, Wetterkunde und Flugpraxis beschäftigt, er hat sogar eine Prüfung abgelegt. Er hat viele Bodenübungen gemacht und ist unter Aufsicht geflogen, er kennt seinen Schirm und hat ihn vor dem Flug überprüft. Im Vertrauen auf sein Wissen und Können kann er die Leinen in die Hand nehmen und zu seinem Flug starten. – Hat er so die Furcht überwunden, schraubt er sich in der Thermik nach oben und fliegt über das Land. Mit jedem weiteren Flug wird seine Furcht weniger. Und selbst wenn unverhoffte Situationen eintreten, wenn ein Fallwind kommt oder eine Böe ihn aus der Spur bringt, wird ihn die Furcht nicht lähmen, denn er hat auch diese möglichen Situationen im Unterricht vorbereitet. Er weiß wenigstens theoretisch, wie er damit umgeht.
Der Gleitschirmflieger hat gelernt,seiner Furcht zu begegnen und unbestimmten Ängsten keinen Raum zu geben. Denn sonst könnte er nicht starten und würde den Flug nicht genießen.
Es geht auch für dich und mich nicht darum, keine Angst zu haben. Es geht vielmehr darum, dass wir dieser Angst begegnen, dass wir uns in der Angst dem anvertrauen, der alles in seiner Hand hat: JESUS.
So wie der Gleitschirmflieger sich seinem Schirm und der Thermik anvertraut und sich von ihr über die Berge ins Tal tragen lässt, so kannst du dich mit deiner Angst dem anvertrauen, der alles in seiner Hand hält: JESUS.
Wie der Gleitschirmflieger das Nötige gelernt hat über Aerodynamik, Technik und das Wetter, wie er sich in vielen Übungsstunden mit seinem Schirm vertraut gemacht hat, so kannst du Jesus kennenlernen durch sein Wort, die Bibel. Du kannst dich mit ihm vertraut machen indem du in der Bibel liest, Predigten hörst und dich mit anderen über dieses Wort austauschst.
Wie der Gleitschirmflieger viele Flugstunden braucht, so kannst auch du Vertrauen einüben – im Gebet deine Angst dem Allmächtigen bringen, immer wieder.
Das Mittel gegen die Angst ist GOTTvertrauen – und das ist ein anderes Wort für Glauben. – Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt (mit ihrer Angst) überwunden hat. (1.Johannes 5,4)
Ich wünsche dir diesen Glauben!